Viele Bildwerke enthalten Buchstaben, bisweilen auch ganze Textpassagen. Künstler/innen benennen damit z.B. in Porträts Lebensalter oder Namen einer Person; ebenso verwenden sie Gedichte, Popsongs oder andere Texte, die sie inspirieren. Wir begegnen in der Bildenden Kunst sogar Werken, in denen Schrift ästhetisch wie inhaltlich das zentrale Element bildet.
Beim ersten Termin gibt uns Hans Reichert einen Überblick über Werke verschiedener Epochen in diesem Feld. Reichert, der in Bonn Sprachwissenschaften und Kunstgeschichte studiert hat, spannt einen Bogen von Raffael bis Jenny Holzer. Er schärft unseren Blick für die Varianten des Text-Bild -Verhältnisses. Wir üben die Interpretation solcher Phänomene beispielhaft anhand eines Werkes von Wolfgang Spanier. Er studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, zudem Latein. Viele seiner Arbeiten enthalten Schrift oder beziehen sich auf antike Texte, die er mit Fotos kombiniert.
Beim zweiten Online-Termin vertiefen wir die vorgestellten Zusammenhänge aktiv. Wolfgang Spanier leitet die Teilnehmenden an, ihre Ideen in einer fotografischen Aufgabe mit den eigenen Handykameras umzusetzen. Die Übertragbarkeit auf die eigene Arbeit wird diskutiert. Die Planung partizipativ-dialogischer Formate, methodische Überlegungen zum Online-Format und die Entwicklung von Kriterien zur Beschreibung historischer wie zeitgenössischer Kunstwerke sind Bestandteil des Workshops.
2 Termine | 10.00 - 16.15 Uhr | 7 Unterrichtsstunden
Online-Veranstaltung
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| Datum | Zeitraum | Ort/Raum |
|---|---|---|
| Fr., 06.03.2026 | 14:00 - 16:15 Uhr | Digital |
| Fr., 20.03.2026 | 10:00 - 13:00 Uhr | Digital |