In einer Zeit globaler Umbrüche und in der zunehmend erschreckende Zukunftsvisionen entwickelt werden, gewinnt Bildung an Bedeutung: als Raum für Orientierung, Resilienz und Sinnstiftung. Diese Fortbildung lädt ein, über die Rolle der Erwachsenen- und Familienbildung im Spannungsfeld von säkularer und religiös geprägter Bildung zu reflektieren.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie kann kulturelle Bildung Trost und Hoffnung spenden, ohne sich in banaler Dekoration und in Wohlfühlräumen zu verlieren? Steht die Kunst unter einem Effektivitätsdruck, Lösungen in Krisenzeiten anzubieten oder darf sie zum Staunen über das Unverfügbare einladen? Gemeinsam erkunden wir, wie bewertungsfreie Anschauung und Qualität ohne Bewertung gelingen können. Die Teilnehmenden erleben, wie Partizipation mit Respekt gestaltet werden kann. Welche Rolle Digitalität und globale Kultur in der Bildungsarbeit spielen, nehmen wir ebenfalls in den Blick.
Dr. Simone Husemann, Kunsthistorikerin und Leiterin der Katholischen Erwachsenenbildung Wiesbaden-Untertaunus und Rheingau, bringt ihre langjährige Erfahrung in der Verbindung von Kunst und Religion ein. Gemeinsam mit Diemut Schilling, freischaffende Künstlerin und Professorin für Zeichnung und Mediendesign sowie ehemaliges Mitglied im Rat für kulturelle Bildung, eröffnen neue Perspektiven auf Kunstvermittlung als „Balsam für die Seele" - mit Blick auf einen geistigen dritten Raum - jenseits von Befindlichkeiten.