Fast jede/r kennt das unangenehme Gefühl der Scham, wenn man am liebsten im Erdboden versinken möchte. Scham leitet sich von der indogermanischen Wurzel „skem“ ab, was auch mit „verbergen“ assoziiert wird. Paradoxerweise zeigt sich das Empfinden oft durch ein auffallendes Erröten. Diese Reaktion trägt zur Steuerung gesellschaftlichen Verhaltens bei. Gleichzeitig kann es Einzelne bei der Entfaltung ihrer Persönlichkeit behindern.
Die Psychologin und Privatdozentin an der Univ. Bielefeld, Dr. Kristina Hennig-Fast, erläutert die psychologischen und psychotherapeutischen Zusammenhänge der Scham und nennt hilfreiche Strategien im alltäglichen Umgang damit.
Ihre Schwester Friederike Fast, Kuratorin der Ausstellung „Die innere Haut – Kunst und Scham“ (2017) und aktuell stellvertretende Direktorin des Kunstmuseums Bonn, stellt uns dazu Bilder aus verschiedenen Jahrhunderten vor. Sie vertieft das Themenfeld, das gerade im Bereich der Bildenden Kunst eine wichtige Ebene für die Gesellschaft eröffnet. Gemeinsam diskutieren wir über Schammomente, über Scham in Gesellschaft und Kultur. Zudem schauen wir darauf, wie das interdisziplinäre Format uns bei der Planung von weiteren Bildungsveranstaltungen unterstützen kann.
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