Nicht nur Bilder, sondern auch Texte sind für viele Künstler:innen eine Quelle der Inspiration. Gedichte, Popsongs, Essays, Manifeste – der Weg vom Text zum Bild hat in der Bildenden Kunst eine lange Geschichte. Heute halten sogar Texte als ästhetische Objekte Einzug in Museen. Ebenso regen Bilder Autor:innen zu Texten an. Manche Texte lassen sich erst vollständig durch das Bildmedium erschließen. Beispielhaft widmen wir uns diesem Thema im Atelier des Künstlers Wolfgang Spanier. Er studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und zudem Latein. In vielen seiner Arbeiten ergründet er das Wechselspiel von Text und Bild, sei es, dass er Fotos mit Texten antiker Autoren oder mit Handlungsanweisungen kombiniert. http://wolfgangspanier.de/home.html
Zum besseren Verständnis gibt uns Hans Reichert einen Überblick über Werke der Literatur und der Bildenden Kunst verschiedener Epochen in diesem Feld. Reichert, der in Bonn Sprachwissenschaften und Kunstgeschichte studiert hat, spannt einen Bogen von Rembrandt bis Jenny Holzer, von Rolf Dieter Brinkmann bis Herta Müller. Er schärft unseren Blick für die überschreitenden Phänomene und moderiert unser Gespräch. Darüber hinaus entwickeln wir Ideen für eigene Veranstaltungsformate.
In einem abschließenden Workshop vertiefen wir die vorgestellten Zusammenhänge. Unter Anleitung von Wolfgang Spanier erproben wir das Thema anhand einer fotografischen Aufgabe mit unseren eigenen Handykameras.