In der Hochphase des Imperialismus begann zwischen den europäischen Mächten ab 1880 bis zum Ersten Weltkrieg ein "Wettlauf um die afrikanischen Kolonien". Dies bedeutete für die indigene Bevölkerung Ausbeutung als Arbeitskräfte, Dezimierung durch Konflikte und Krankheiten, Verdrängung ihrer Kultur durch christliche Missionierung.
Bedingt durch die katastrophalen Verluste während des Zweiten Weltkriegs begann spätestens seit den 50er Jahren des 20. Jh. eine Phase der Dekolonisation, da die Großmächte sich ihre Kolonien einfach nicht mehr leisten konnten.
Dieser Prozess ist bis heute nicht abgeschlossen, die ehemaligen Kolonien werden weiterhin in wirtschaftlicher Abhängigkeit gehalten, dienen sie doch dem globalen Norden als Rohstofflieferanten, bzw. Rohstoffproduzenten.
Vier sehr unterschiedliche Texte, die wir diskutieren wollen, beleuchten Etappen dieses Prozesses, besonders unter dem Aspekt der kulturellen Identität der afrikanischen Völker, aber auch der Verantwortung der ehemaligen "Eroberer".
Tsitsi Dangarembga, Aufbrechen (Orig. Nervous Conditions, London 2004), Roman, Berlin 2021.
Der zähe Kampf des Mädchens Tambu um höhere Bildung in einer afrikanischen Gesellschaft Zimbabwes (ehem. Rhodesien), die sowohl vom Patriarchat im Stammes- und Dorfleben, als auch durch die Kolonisierung durch Großbritannien geprägt ist, zeigt die Ambivalenz für die jüngere Frauengeneration...
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