Die Gehirnentwicklung des Menschen basiert bis zum 8. Lebensjahr grundlegend auf sensomotorischen Erfahrungen, das heißt über die Sinneswahrnehmung und über Bewegung. Sensorische Reize sind Nahrung für das Gehirn. Sie bilden die Basis für jedes Lernen. Die Entwicklung der Sensomotorik bei Kindern erfolgt hauptsächlich über Körpererfahrungen. Auf jede gemachte Erfahrung bauen neue Erfahrungen auf und bilden im Gehirn ein immer dichter verzweigtes Netz an Verknüpfungen der Nervenzellen.
Sensomotorische Förderung gelingt bei Kindern am besten über das Spiel. Hier können Kinder erleben, forschen, ausprobieren und vielseitige Erfahrungen sammeln und ihren Erfahrungshorizont und ihre Handlungsstrategien erweitern. Je abwechslungsreicher und ganzheitlicher die angebotenen Sinnesreize in der Kindheit sind, umso selbstständiger und selbstbewusster können Kinder sich in der Umwelt zurechtfinden und zu Gestaltern ihrer Zukunft werden In Theorie und Praxis werden vielfältige Anregungen gegeben, die sich auch in der MiKibU -Betreuung umsetzen lassen, wie z.B. Übungen zur Konzentration und Selbstregulation der Kinder.
»Nicht das Auge sieht, sondern der Mensch, der ‚ganz Auge‘ ist, ist es der sieht. Nicht der Körper, sondern der sich bewegende und bewegte Mensch ist es, der sich bewegt.« (Hugo Kükelhaus)