Kein anderer Teil der Lehre Jesu ist (leider) so aktuell und hat die Menschen immer wieder so sehr bewegt und beunruhigt wie die Bergpredigt aus dem Matthäusevangelium im Neuen Testament. Gerade in Kriegszeiten, in denen sich viele Länder der Erde zurzeit befinden, wirken Worte wie „Liebet Eure Feinde“ vielleicht unverständlich oder gar verstörend. „Als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen von seiner Lehre." Nach wie vor sind viele Menschen auch im 21. Jahrhundert betroffen, wenn sie die oft mahnenden, aber auch versöhnlich stimmenden Worte Jesu hören. Wenn sie sie bewusst hören!
Damit die unterschiedlichen Gefühle und Gedanken, die die Bergpredigt bei ihren Zuhörern auslösen kann, auch eine Chance zur Entfaltung bekommen können, haben Sprecher Martin Mölder und Klarinettist Bernd Spehl eine besondere Art der Inszenierung gewählt.
Martin Mölder, freier Hörfunkjournalist- und sprecher, wird die Interpretation der Bergpredigt von Jörg Zink vortragen – zornig, mahnend, aber auch versöhnlich und einfühlsam.
Bernd Spehl, Klarinettist (A Tickle In The Heart), begleitet die Bergpredigt mit Klezmermusik, wie sie im heutigen Galiläa zu hören ist: Auf dem Berg Meron bei Safed kommen einmal im Jahr (an Lag ba'Omer) hunderttausende Chassiden aus der ganzen Welt am Grab des Rabbi Schimeon bar Jochai (Raschbi) zusammen. Eine Nacht und ein Tag lang wird dort ein lebhaftes Freudenfest gefeiert. Und unter dem Sternenhimmel sowie der Sonne Israels erleben osteuropäische Melodien eine reizvolle Orientalisierung.
Von zwei Forschungsreisen hat Bernd Spehl Melodien und Eindrücke gesammelt, die er hier zum ersten Mal musikalisch präsentiert.
Die Veranstaltung ist gebührenfrei, um Spenden wird gebeten.