Mit dem ersten deutsch-italienischen Anwerbeabkommen von 1955 kamen Millionen Menschen zum Arbeiten nach Deutschland und trugen wesentlich zum Wiederaufbau und Wohlstand der jungen Bundesrepublik bei. Viele blieben mit ihren Familien und schufen sich zwischen alter und neuer Heimat ein dauerhaftes Zuhause, auch in Remscheid.
Im dritten Teil der Veranstaltungsreihe »Was können wir aus den Erfahrungen der Gastarbeitergeneration lernen? « richtet sich der Blick auf drei Generationen italienischer Familien in Remscheid. Nachdem in den vergangenen Jahren die Erfahrungen der ersten Generation sowie die Perspektiven ihrer Kinder im Mittelpunkt standen, kommen in diesem Jahr Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Generationen miteinander ins Gespräch. Welche Erfahrungen verbinden die unterschiedlichen Generationen? Welche Werte und Traditionen wurden weitergegeben? Welche Rolle spielen Sprache, Identität und Zugehörigkeit heute? Und welche Bedeutung hat das Herkunftsland der Eltern und Großeltern für die nachfolgenden Generationen?
Moderiert wird der Abend bilingual von Luca-Michele Di Marzio, pädagogischer Mitarbeiter des Bildungswerks und gebürtiger Remscheider mit italienischen Wurzeln. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Leonardo Gaggiano, der in verschiedenen spanischen Bands das Remscheider Musikleben mitgeprägt hat und selbst über eine Geschichte der Arbeitsmigration verfügt.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist gebührenfrei. Zwecks kulinarischer Planung bitten wir dennoch um eine Anmeldung über Anmeldung@bildungswerk-wuppertal.de.
In Kooperation mit der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Remscheid e.V., dem Caritasverband Remscheid e.V., dem Kommunalen Integrationszentrum, dem Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Remscheid und dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Remscheid/Solingen.