"Queer“ steht für Lebenswirklichkeiten, die patriarchale und heteronormative Muster unterlaufen. An deren Durchsetzung war und ist das Christentum in großem Maß beteiligt. Gott queer zu denken, schließt darum die Dekonstruktion überkommener religiöser Bilder ein – und eröffnet gerade damit ungeahnte Zugänge zu einem Gott, der/die sich als immer schon anders erweist als von uns gedacht. Das Buch führt in queer-theologische Diskurse ein, die sich bislang vor allem im angelsächsischen Sprachraum entwickelt haben.
Wenn es stimmt, dass Gott in allen seinen Geschöpfen erkannt werden kann, dann also in jedem (queeren) Menschen. Die Existenz queerer Menschen in Kirche und Gesellschaft muss eine Selbstverständlichkeit werden, und zwar nicht, weil die Kirche oder unsere Gesellschaft „barmherzig“ wären: Zughörigkeit ohne Unterschied. Insofern sind alle Menschen auf eine bestimmte Weise queer, und so kann es gar nicht anders sein, dass Gott sich in dieser Queerness spiegelt. Und umgekehrt.
Referent: Prof. Dr. Andreas Krebs | Universität Bonn | Altkatholisches Seminar
Der Eintritt ist gebührenfrei. Anmeldung erforderlich unter: www.bildungswerk-oberberg.de oder info@bildungswerk-oberberg.de
Die Veranstaltung findet in Kooperation des „Netzwerk gegen Rechts“ und des Katholischen Bildungswerk Oberberg statt.