Referent: Markus Juraschek-Eckstein
Sie ist die kleinste der großen romanischen Kirchen Kölns und die Einzige, die von Anfang an immer Pfarrkirche war. Ihr Sprengel lag im Armenquartier des mittelalterlichen Köln, im Bereich des mittelalterlichen Rheinhafens: Schiffer, Ruderknechte, Lastträger, Mühlenstösser - das ganze Prekariat der Stadt lebte hier nächst der Schwerlastterminals „Holzmarkt“ und „Leystapel“. Hier ist auch der topographische Tiefpunktunkt der Stadt. Und deshalb: Wenn et Huhwasser kütt, steht es als allererstes en Lyskirche, und manchmal den Leuten bis zum Hals. Kein Wunder, dass das ehemals ausserhalb der römischen Stadtmauer gelegene Quartier um Lyskirchen einst Noithusen hieß – der Ort, wo die Not haust. Und dennoch: Kölns romanische Armenkirche war keine arme Kirche. Vor 800 Jahren nahm sie es in Architektur und Ausstattung mit den reichsten Kölner Stiften auf.
Treffpunkt: 9.45 Uhr vor der Kirche: An Lyskirchen 10, 50676 Köln,
gegenüber Schokoladenmuseum
Teilnehmergebühr: € 15,--
max. 30 Personen
Leitung: Michaela Kamp (0221/24 47 92 AB )