Ein sanfter Dulder ist er nicht, eher ein Provokateur der göttlichen Liebe und Gerechtigkeit. Seine Predigten sind nicht moralisierend, fromme Phrasen kennt er nicht und auch keine metaphysischen Abstraktionen. Er predigt konkret und radikal. Die Rede ist von Jesus, wie ihn Pier Paolo Pasolini in diesem Film zeigt. Es ist ein sehr franziskanischer Jesus, der auch aggressiv, agitatorisch, zornig gegen alles Unrecht, gegen alle Ausbeutung zu Felde zieht, nicht den Toten ein geschmücktes Jenseits, sondern den Lebenden einen geschmückten Himmel über einer neuen Erde predigend, wo Gerechtigkeit und Brüderlichkeit unter den Menschen herrschen. Wie eine zeitgenössische Kritik bemerkte, trägt Pasolinis Film dazu bei, „den Jesus des Matthäus-Evangeliums zu seiner eigenen Kenntlichkeit zu verändern“.
Regie: Pier Paolo Pasolini, Italien 1964, 136 Min.
Moderation:
Jürgen Kisters, Film- und Kulturjournalist
Teilnehmergebühr:
jeweils 5,00 € / für beide Filme am Tag 7,00 €
Jeden ersten Freitag im Monat bietet das FILMFORUM an einem Abend zwei Spielfilme zu einem Themenkomplex. Im Anschluss an die erste Vorstellung besteht die Gelegenheit, sich in einem ungezwungenen gemeinsamen Gespräch über die Schnittstellen von persönlichem Filmerleben und allgemeinen, im Film behandelten Themen auszutauschen. Dass Filme bestimmte Themen immer wieder und aus ganz unterschiedlichen Perspektiven behandeln, zeigt jeweils der zweite Film des Abends: als Ergänzung, als Kontrast oder Kommentar zum ersten. So wird die Betrachtung des gerade gesehenen Films in der Moderation mit thematischen Hinweisen auf den zweiten Film verbunden.
In diesem Sinne trägt das FILMFORUM in der schnelllebigen und in ihrer Programmvielfalt in den letzten Jahren stetig schrumpfenden Kölner Kino-Landschaft auch dazu bei, zumindest einige Filme wieder ins cineastische Angebot zurückzubringen.
Moderation:
Jürgen Kisters, Film- und Kulturjournalist
Teilnehmergebühr:
jeweils 5,00 € / für beide Filme am Tag 7,00 €
Jeden ersten Freitag im Monat bietet das FILMFORUM an einem Abend zwei Spielfilme zu einem Themenkomplex. Im Anschluss an die erste Vorstellung besteht die Gelegenheit, sich in einem ungezwungenen gemeinsamen Gespräch über die Schnittstellen von persönlichem Filmerleben und allgemeinen, im Film behandelten Themen auszutauschen. Dass Filme bestimmte Themen immer wieder und aus ganz unterschiedlichen Perspektiven behandeln, zeigt jeweils der zweite Film des Abends: als Ergänzung, als Kontrast oder Kommentar zum ersten. So wird die Betrachtung des gerade gesehenen Films in der Moderation mit thematischen Hinweisen auf den zweiten Film verbunden.
In diesem Sinne trägt das FILMFORUM in der schnelllebigen und in ihrer Programmvielfalt in den letzten Jahren stetig schrumpfenden Kölner Kino-Landschaft auch dazu bei, zumindest einige Filme wieder ins cineastische Angebot zurückzubringen.