Mit den Skulpturen von Simone Pick erleben wir eine Bildhauerin, die – kontrastierend zur zentralen, runden Architektur unserer Kirche – mit eckigen Formen und Blöcken arbeitet. Überwiegend schwere Materialien verändern sich unter den Händen der Künstlerin, die einschneidet, aber nichts wegnimmt oder hinzufügt. Simone Pick zeigt uns den Moment und die Wirkung des Einschnitts in Flächen, Platten und Blöcke. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht die Frage, wie sich bei diesem Eingriff die „Urform“ verändert: Öffnet sie sich oder widersetzt sie sich? Ist die Wirkung auf die Betrachter/innnen harmonische oder verletzend?
Das Material antwortet unterschiedlich, und wir werden Zeuge von Veränderungsprozessen, deren Grundlage immer der „ruhende Pol“, die Kraft der zugrunde liegenden Einheit ist.
Simone Pick ist eine in Köln lebende freischaffende Bildhauerin, die sich mit Skulptur, Plastik und Installation beschäftigt. In ihren Arbeiten untersucht sie die Wirkung von Öffnungen, Einschnitten und Veränderungen in geschlossenen Formen. Ihre Werke sind geprägt von einem spannungsreichen Wechselspiel zwischen Material, Raum und Bewegung.