1. Termin: 04.03.2026 - Daniela Dröscher: Lügen über meine Mutter
2. Termin: 29.04.2026 - Rebecca F. Kuang: Yellow Face
3. Termin: 01.07.2026 - Stephan Schäfer: 25 letzte Sommer
1. Daniela Dröscher: Lügen über meine Mutter
»Lügen über meine Mutter« ist zweierlei zugleich: die Erzählung einer
Kindheit im Hunsrück der 1980er, die immer stärker beherrscht wird von
der fixen Idee des Vaters, das Übergewicht seiner Frau wäre
verantwortlich für alles, was ihm versagt bleibt: die Beförderung, der
soziale Aufstieg, die Anerkennung in der Dorfgemeinschaft. Und es ist
eine Befragung des Geschehens aus der heutigen Perspektive: Was ist
damals wirklich passiert? Was wurde verheimlicht, worüber wurde gelogen?
Und was sagt uns das alles über den größeren Zusammenhang: die
Gesellschaft, die ständig auf uns einwirkt, ob wir wollen oder nicht?
Schonungslos und eindrücklich lässt Daniela Dröscher ihr kindliches
Alter Ego die Jahre, in denen sich dieses »Kammerspiel namens Familie«
abspielte, noch einmal durchleben. Ihr gelingt ein ebenso berührender
wie kluger Roman über subtile Gewalt, aber auch über Verantwortung und
Fürsorge. Vor allem aber ist dies ein tragik-komisches Buch über eine
starke Frau, die nicht aufhört, für die Selbstbestimmung über ihr Leben
zu kämpfen.
2. Rebecca F. Kuang: Yellow Face
June Hayward und Athena Liu könnten beide aufstrebende Stars der
Literaturszene sein. Doch während die chinesisch-amerikanische Autorin
Athena für ihre Romane gefeiert wird, fristet June ein Dasein im
Abseits. Niemand interessiert sich für Geschichten »ganz normaler«
weißer Mädchen, so sieht es June zumindest.
Als June Zeugin wird, wie Athena bei einem Unfall stirbt, stiehlt sie im
Affekt Athenas neuestes, gerade vollendetes Manuskript, einen Roman über
die Heldentaten chinesischer Arbeiter während des Ersten Weltkriegs.
June überarbeitet das Werk und veröffentlicht es unter ihrem neuen
Künstlernamen Juniper Song. Denn verdient es dieses Stück Geschichte
nicht, erzählt zu werden, und zwar egal von wem? Aber nun muss June ihr
Geheimnis hüten. Und herausfinden, wie weit sie dafür gehen will.
3. Stephan Schäfer: 25 letzte Sommer
Am Küchentisch eines alten Bauernhauses treffen zwei Menschen
aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Erzähler
dieser Geschichte führt ein gehetztes Leben, das er als endlose
To-do-Liste empfindet; Karl hingegen sortiert Tag für Tag Kartoffeln -
und denkt nach. Als Karl seinen Gast mit der Tatsache konfrontiert, dass
ihm noch ungefähr 25 Sommer bleiben, beginnen beide ein Gespräch über
die großen Fragen des Lebens: Warum verbringen wir so viel Zeit mit
unserer Arbeit anstatt mit den Menschen und Dingen, die uns wirklich
wichtig sind? Woher nehmen wir den Mut, unsere eigenen Träume zu
verwirklichen? Und warum beginnt das richtige Leben oft erst, wenn wir
erkennen, dass wir nur eines haben?
3x | 18.00 - 20.15 Uhr | 9 Unterrichtsstunden
| Datum | Zeitraum | Ort/Raum |
|---|---|---|
| Mi., 04.03.2026 | 18:00 - 20:15 Uhr | Saal FORUM Tunisstraße |
| Mi., 29.04.2026 | 18:00 - 20:15 Uhr | Saal FORUM Tunisstraße |
| Mi., 01.07.2026 | 18:00 - 20:15 Uhr | Saal FORUM Tunisstraße |