Heinrich Böll und Köln - zum 40. Todestag
Referent: Markus Juraschek - Eckstein
Wer’s verstehen will, mag sagen, es sei nur das Gegenstück zum zweifelnden Verhältnis Heinrich Bölls zu seiner Heimatstadt, dass einer der wenigen attraktiven Kölner Plätze, der nach Böll benannte Platz auf dem Dach der Philharmonie, nun ja ... nicht so recht in Schuss ist. Beschädigungen werden seit Jahren nur geflickschustert. Obwohl im absoluten Aufmerksamkeitszentrum zwischen Dom und Rhein gelegen, darf der Platz aus Schallschutzgründen an rechnerisch 400 Tagen im Jahr nicht betreten werden. Seit langem ist es nur noch eine Milchschokoladenmädchenrechnung, wenn die Kosten für die Schallisolierung des Philharmoniedaches dem laufenden Aufwand für das Wachpersonal, das Passanten davon abhält, darüberzulaufen, gegenübergestellt werden. Bölls Komplementärstück zum Umgang der Bürgervertretung mit dem kulturellen Erbe der Stadt ist sein Statement zum Verhältnis zwischen Stadt und Dom: Sie liebt ihn / er sie nicht / immer immer / fließt er an ihr vorbei.
Treffpunkt: 9:45 Uhr Forum Tunisstrasse (gegenüber WDR – Arkaden),Tunisstr. 4, 50667 Köln
zu erreichen: alle Linien bis Haltestelle Appellhofplatz oder Dom/Hbf., dann Fußweg
Leitung: Michaela Kamp (0221/24 47 92)
Begleitung: Rita Schaak
Teilnehmergebühr: 15,00 €