Am 27. März 2026 hat die Deutsche UNESCO-Kommission die "Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland" in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit wird erstmals besonders sichtbar, welche kulturelle Bedeutung die jahrhundertealten Traditionen, das Wissen und Können sowie die besondere Lebensweise der Schaustellerinnen und Schausteller haben.
Was steckt hinter dieser lebendigen Kultur? Wie entstehen die Traditionen rund um Volksfeste, Karussells, Buden und Fahrgeschäfte - und wie werden sie von Generation zu Generation weitergegeben?
Darüber spricht Dr. Margit Ramus, promovierte Kunsthistorikerin, Schaustellerin und ausgewiesene Expertin für Volksfest- und Schaustellerkultur.
Dr. Ramus kennt die Welt der Volksfeste nicht nur aus wissenschaftlicher Perspektive: Viele Jahre saß sie selbst an der Kasse der Jaguarbahn, ab 1983 verkaufte sie in der Süßen Lokomotive gebrannte Mandeln und andere Leckereien. Bis heute ist sie auf Kölner Weihnachtsmärkten aktiv.
2013 promovierte sie an der Universität Bonn mit ihrer Dissertation "Kulturgut Volksfest. Architektur und Dekoration im Schaustellergewerbe". 2017 gründete sie das Erste digitale Kulturgut Volksfest-Archiv, ein wissenschaftliches Fachportal zur Volksfest- und Schaustellerkultur in Deutschland.
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Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland