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Ausstellung und Odysee des Künstlers Uwe Appold

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Ausstellung und Odysee des Künstlers Uwe Appold

Der dem Oberbergischen seit Jahrzehnten sehr verbundene Flensburger Maler Uwe Appold (www.uwe-appold.de) schenkt zahlreiche Bilder/-Zyklen aus seinem umfangreichen Werk katholischen und evangelischen Kirchen in Oberberg, darunter die Ev. Kirchengemeinde Waldbröl, die +CulturKirche Oberberg, St. Franziskus Oberberg Mitte und das Seniorenzentrum St. Elisabeth Gummersbach. Es entstand die Idee, einen Uwe-Appold-Rundweg Oberberg zu schaffen. Ab 2027 sollen an diesen Stationen die Werke Appolds einmal im Jahr präsentiert und zugänglich gemacht werden. Eingebunden werden weitere Stationen, an denen Uwe Appold zu früheren Zeiten malerisch-gestalterisch gearbeitet hat: Das Berufskolleg Dieringhausen, der Ev. Kirchenkreis An der Agger, die Kommunale Friedhofskapellen Dieringhausen und Derschlag. In diesem Ausstellungszeitraum sollen begleitend zur Ausstellung seiner Werke kreative Veranstaltungen angeboten werden.

Der Uwe-Appold-Rundweg wird am Pfingstmontag, 25. Mai 2026 um 11.00 Uhr in der Ev. Kirche Waldbröl eröffnet. Der Weg führt von dort weiter nach Engelskirchen-Osberghausen, in die +CulturKirche Oberberg, wo im Rahmen der Eröffnung des Rundweges der Zyklus Odyssee von Uwe Appold erstmals gezeigt und auch diese Ausstellung eröffnet wird.

Odysseus ist in der griechischen Sage als König von Ithaka der listenreiche und tapfere Held des Trojanischen Krieges. Der Name Odysseus leitet sich von odyssomai, „zürnen“ ab; Olysseus hingegen von o lykos, dem griechischen Ausdruck für „der Wolf“. Tatsächlich ist dem homerischen Odysseus Listenreichtum, Verschlagenheit, Zungenfertigkeit und ebenso ein gewisses moralisches Laissez-faire nicht abzusprechen. In 24 Kapiteln/Bildern, der gleichen Anzahl wie in Homers Epos, werden durch Texte und Bilder Vergangenheit und Gegenwart miteinander in Beziehung gesetzt. Der „Held“, hier O genannt, ist auf der Suche nach Wahrhaftigkeit, Recht und Gerechtigkeit. So zeigt beispielsweise das erste Bild ein Treffen mit Pontius Pilatus in Korinth, das damit endet, dass Pilatus ihm, als der Prozess

um Jesus zur Sprache kommt, die rhetorische Frage stellt, was Wahrheit sei. Diese Fragestellung

durchzieht alle 24 Kapitel/Bilder. In den Bildern ist Erde als „Spurensicherung“ der Zusammenkünfte von den Orten der Begegnungen als gestalterische Komponente eingebracht.

Der Zyklus Odyssee erzählt die antike Vorlage nicht nach. Auch wenn der epische Urtext gelegentlich durchschimmert, kennzeichnen die einzelnen Positionen die Wurzeln des abendländischen Geistes innerhalb der Globalisierung und handeln von der Realität des „Unterwegs-Seins“. Deutlich ist der kritische Unterton an dem kostbaren Moment der Balance von Gegenwart zu spüren, eingebunden zwischen Gestern und Morgen. In diesem Sinne ist O nicht mehr Urbild aller Fahrensleute und Entdecker, sondern er legt als Mahner die Finger in seine und unser aller Wunden.

Mo. 01.06.2026, 13.30 - 15.45 Uhr
Referent/in
Athina Poullidou, Uwe Appold
Ort
Osberghausen, St. Mariä Namen, Em Depensiefen 6, 51766 Engelskirchen
Gebühr
gebührenfrei
Veranstalter
Katholisches Bildungswerk Oberbergischer Kreis
Kursnummer
2622770007
Anmeldung
nicht erforderlich