Herzlich laden wir Sie zu unserem Neujahrsempfang der Ökumene Engelskirchen - Ründeroth ein!
Unser Gast ist die aus Loope stammende Alttestamentlerin Prof. Dr. Barbara Schmitz. Sie ist Vorsitzende Person des Senats und Lehrstuhlinhaberin für Altes Testament und biblisch-orientalische Sprachen an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg.
Erfahren Sie mehr von ihr über die beeindruckende Figur der biblischen Gestalt der Judith und die spannenden Geschlechterrollen, die in der alttestamentlichen Erzählung auf so unerwartete Weise dargestellt werden. Prof. Schmitz wird uns neue Einblicke in dieses Buch ermöglichen und einen aktuellen Zeitbezug zur Situation der Frau in der gegenwärtigen Gesellschaft und im Christentum unserer Zeit herstellen.
Judith, die schöne Frau, die den Feldherrn – Holofernes - einer Weltmacht tötet, hat seit jeher fasziniert und zu zahlreichen Gestaltungen in Kunst, Musik, Literatur und Film angeregt. Im Mittelpunkt stand dabei immer wieder die als unerhört wahrgenommene Tötung eines Mannes durch eine Frau. Schaut man jedoch genau hin, zeigt sich ein anderes Bild. Judith tritt nicht als ´femme fatale` in Erscheinung, sondern als denkende, argumentierende und tatkräftige Frau. Nur auf den ersten Blick werden die Leser mit ´sex and crime` geködert. Jedoch wird in Form einer Erzählung vor allem das Problem des Verhältnisses zwischen eigenverantwortlichem Handeln von Menschen einerseits und der Macht und dem Rettungswillen Gottes andererseits durchgespielt. Gott will retten, aber nicht als ´deus ex machina`, sondern durch Menschen wie Judith, die die Situation der Verwüstung durch einen tyrannischen General zum Anlass nehmen, die Situation zu begreifen und rettend zu handeln. Aktueller kann ein Buch nicht sein …
Musikalisch erwartet Sie temperamentvolle Klezmer-Musik, gestaltet von der Gruppe Freylechs unter der Leitung von Rolf Faymonville. Das Kath. Bildungswerk Oberberg ist unser Kooperationspartner.
Auf Ihren Besuch und die Begegnung mit Ihnen und Ihren Freunden zu Beginn des Jahres 2026 freut sich die Ökumene Engelskirchen.