Angesichts der „Zeitenwende“ wird in Deutschland sicherheitspolitisch auf militärische Stärke bis hin zur „Kriegstüchtigkeit“ gesetzt. Die Bundeswehr soll deutlich vergrößert werden. In diesem Zusammenhang wurde letztes Jahr die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht diskutiert. Zwar bleibt die Wehrpflicht mit den neuen Wehrdienstgesetz vom Dezember 2025 weiterhin ausgesetzt. Doch wird ab diesem Jahr eine Wehrerfassung vorgenommen: Alle 18-Jährigen gleich welchen Geschlechts erhalten einen Fragebogen zu Motivation und Eignung für den Dienst in der Bundeswehr. Alle Männer ab Jahrgang 2008 werden ab Juli 2027 gemustert. Und falls sich künftig nicht genügend Personen freiwillig zum Wehrdienst melden, soll eine „Bedarfswehrpflicht“ greifen.
Vor allem unter jungen Menschen und in den Familien wird jetzt lebhaft über die Ableistung eines Wehrdienstes diskutiert. Auch wird zunehmend nach Beratung zur Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen nach Art. 4 (3) Grundgesetz gesucht.
In dieser Veranstaltung geht es um folgende Fragen:
- Wie sind die aktuellen Erfahrungen bei der Beratung junger Menschen zur Kriegsdienstverweigerung?
- Wie können junge Menschen bei ihrer möglichen Entscheidung über eine Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen nach Art. 4 (3) Grundgesetz bestmöglich beraten werden?
- Welche Aufgabe kommt den Kirchen hierbei zu?
Auf dem Podium sind geladen:
Stefan Dengel, Referent für Soldat*innenfragen, Geschäftsführer der "aktion kaserne" (BDKJ)
Dr. Stefan Niewöhner, Kirchenrat, Dezernent (Evangelische Kirche im Rheinland)
Moderation: Volker Hohengarten
Katholisches Bildungswerk in Kooperation mit Pax Christi Köln.