Die heute St. Remigius genannte Kirche wurde unter dem Patrozinium St. Ludwig von Toulouse als Minoritenkirche innerhalb einer dichten Bebauung errichtet. Von der Brüdergasse war lediglich ein abgeschrägtes Joch des Kirchenschiffs zu sehen. Erst im 20. Jahrhundert wurde die Kirche freigestellt. Der Turm wurde erst 1935, nach dem Abbruch eines Wohnhauses, errichtet. Nach der Besichtigung der Kirche geht es zu anderen Orten, an denen zu sehen ist, dass die ursprüngliche Konzeption später verändert wurde. Die Idee des 12. Jahrhundert, das himmlische Jerusalem durch die Orientierung an der Stadt Jerusalem vorzubereiten, wurde im 19. Jahrhundert von der Absicht der „Verschönerung der Stadt“ durch den Abbruch von St. Martin zerstört. Die Ostfassade des Münsters sollte besser sichtbar sein, und der Verkehrsplanung sollte kein Kirchengebäude im Wege stehen.
Treffpunkt: Portal von St. Remigius, Brüdergasse