Künstliche Intelligenz schreibt Texte, beantwortet Fragen und liefert scheinbar objektive Wahrheiten. Doch was, wenn ihre Antworten gar nicht auf Wahrheit beruhen, sondern lediglich auf Wahrscheinlichkeit?
Während Millionen Menschen täglich den Urteilen von Algorithmen vertrauen, wächst zugleich die Macht weniger Technologieunternehmen, die bestimmen, was wir sehen, lesen und glauben. Wer entscheidet künftig über Wahrheit: Menschen, Maschinen oder die sozialen Medien?
Der Berliner Sozialethiker Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl nimmt eine der drängendsten Fragen unserer Zeit in den Blick. Aus theologischer und ethischer Perspektive fragt er nach den Chancen und Gefahren Künstlicher Intelligenz, nach den Grenzen technischer Macht und nach der Verantwortung des Menschen in einer digitalisierten Welt.
Ausgangspunkt ist eine ebenso provokante wie aktuelle Mahnung von Papst Leo XIV.: „Die KI entwaffnen!“ Gemeint ist nicht die Technik selbst, sondern die Versuchung menschlicher Hybris, die glaubt, alles berechnen, kontrollieren und beherrschen zu können. Wo endet hilfreiche Technologie und wo beginnt eine neue Form von Macht über Denken, Urteil und Freiheit?
Ein Abend über Wahrheit und Täuschung, Verantwortung und Kontrolle, Glauben und Technologie. Und über die Frage, wie der Mensch Mensch bleiben kann, wenn Maschinen immer „intelligenter“ werden.