In seinem Kommentar zur Mischna formulierte der RaMBaM (Maimondes) um 1158-68 13 Ikkarim – Grundlehren des Judentums. Später wurden diese Ikkarim vor allem von jüdischen Gelehrten in den christlichen Königreichen der Iberischen Halbinsel diskutiert und in der Konfrontation mit den neuen Missionsstrategien der Dominikaner modifiziert und hierarchisiert. Eins der Schlüsselwerke, die in diesem Kontext entstanden, war Josef Albos „Sefer ha-Ikkarim“ (um 1425). Der Vortrag thematisiert und kontextualisiert die mittelalterlichen Diskussionen, die im 14. und 15. Jahrhundert über Maimonides‘ Ikkarim geführt wurden. In einem Ausblick werden die Kontroversen jüdischer Gelehrter der Neuzeit zum Ausgangspunkt genommen, um unterschiedliche Positionen zur Bedeutung der Ikkarim und allgemeiner zur Rolle von Glaubenslehren im Judentum in den Blick zu nehmen
Bitte registrieren Sie sich über den externen Zoom-Link.
Online-Veranstaltung
Bitte beachten Sie die Hinweise zu unseren Online-Veranstaltungen.