Manches stellt Familien vor die Zerreißprobe. Oft über Generationen hinweg. Zum Beispiel Opfer und Täter von Unrecht und Gewalt in ein und derselben Familie - das kennen wir in der Geschichte der letzten hundert Jahre bis heute. In Deutschland ebenso wie in Kolumbien. Zugehörigkeit zu Guerilla oder Paramilitär, Sympathie für Militär oder Friedensbewegung bergen erhebliches Konfliktpotential. Die Spannung etwa zwischen Klimaaktivisten und Klimaleugnern, "Rechten" und "Linken" kann eine Familie extrem belasten.
Wenn sich so starke Gegensätze finden: Wie regulieren diese Familien ihre Kontakte - bei Feiern, Hochzeiten, Beerdigungen ... in der Ortsgemeinde? Was ist möglich? Woran scheitern sie? Wo liegen unaufhebbare Brüche? In welchen Fällen kann - trotz der unüberbrückbaren Gegensätze in der Familie - Verbundenheit entstehen und gehalten werden?
Wir entfalten das Thema an erlebten Beispielen aus deutschen und kolumbianischen Familien. Wo liegen Unterschiede, wo Gemeinsamkeiten? Was können wir voneinander lernen? Was würden wir aus einer Perspektive von 2125 den Menschen in 2025 empfehlen?
Moderation: Michael Bruckner, pax christi Erftstadt