Karneval - oder op kölsch »Fastelovend« - haben im Rheinland viele im Blut: Schon die Kleinsten freuen sich, »wenn et Trömmelche jeiht«. Und nicht selten spielt die fünfte Jahreszeit eine Rolle in der persönlichen Biographie: Da feiert man gemeinsam, werden manchmal sogar Ehen gestiftet und zuweilen auch Scheidungen verursacht. Die Bräuche sind uralt: Seit dem Mittelalter ist das tolle Treiben vor der österlichen Fastenzeit belegt. Dass es schon am 11. im 11. losgeht, das ist allerdings eine eher neue Erfindung.
Warum ist Fastelovend so populär? Na klar: Feiern, etwas trinken, singen, ausgelassen sein - wer mag das nicht? Aber auch das Verkleiden ist wichtig. Und das Kostüm, das unsere Persönlichkeit vielleicht am deutlichsten ausdrückt, ist der Clown. Hinter der Maske des Clowns, bunt angemalt oder weiß und schwarz, sind wir nicht zu erkennen. Wir feiern, wenn wir es können, bis es kracht. Und manche Wahrheiten dürfen ja auch nur Clowns sagen
Ein kölsches Programm über und mit Fastelovend - das bringen Mundartautorin Elfi Steickmann und Musiker Andreas Münzel gemeinsam auf die Bühne. Der Abend bietet einen Blick hinter die Maske und durch die Maske des Clowns, mit Liedern und Texten, die die Kölsche Seele beleuchten. Und natürlich: ein wenig karnevalistisch wird es auch hier und da!