Kindertagespflegepersonen betreuen und begleiten Kinder in einem besonders vertrauensvollen und sensiblen Rahmen. Emotionale Nähe, Verlässlichkeit und individuelle Zuwendung machen die familiennahe Betreuungsform aus. Gleichzeitig kommt es auf ein professionelles Handeln und eine bewusste Gestaltung von Nähe und Distanz an – insbesondere im Hinblick auf den Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII.
Wie kann eine bindungsorientierte, wertschätzende Beziehungsgestaltung mit klaren professionellen Grenzen verbunden werden? In der Fortbildung soll es um die Klärung dieser Frage gehen. Kindertagespflegepersonen sollen für grenzachtende Interaktionen sensibilisiert werden und mehr Handlungssicherheit erlangen.
Inhalte:
- Bedeutung von Nähe und Distanz im Kindertagespflegealltag
- Beziehungsgestaltung im Spannungsfeld von Vertrauen und Schutz
- Reflexion der eigenen Rolle, Haltung und biographischen Prägung
- Sensibilisierung für mögliche Grenzverletzungen
- Entwicklung eines Verhaltenskodex zur Prävention sexualisierter Gewalt