Den ontologischen Defekt des Menschen hat Goethe statuiert mit dem Satz: „ Am Menschen ist nur wahr, daß er irrt“ - Lässt sich dieser Defekt überwinden durch eine künstliche Optimierung der kognitiven Kompetenz?
Gilt für Goethes „Homunculus“ und dessen überragende intellektuelle Speicherkapazität bereits Goethes Behauptung: „Am Ende hängen wir alle ab von den Kreaturen, die wir schaffen“? In welchem Sinne ist vor diesem Hintergrund die an Homunculus gerichtete Warnung zu verstehen: „Strebe nicht nach höheren Orden. Bist du erst ein Mensch geworden, ist es gänzlich aus mit dir„? Manfred Osten (zuletzt: Goethes Prophetie der Welt als „großes Hospital“) wird versuchen, diesen Fragen im Lichte neuerer Erkenntnisse über die Wirkmächtigkeit und Zielsetzungen der KI nachzugehen.
Dr. Dr. hc. mult. Manfred Osten studierte Rechtswissenschaften, Philosophie, Musikwissenschaften und Literatur in Hamburg und München. 1969 erfolgte die Promotion "über den Naturrechtsbegriff in den Frühschriften Schellings". 1969 Eintritt in den auswärtigen Dienst mit Stationen in Frankreich, Kamerun, Tschad, Ungarn, Australien und Japan. Zwischenzeitlich stand er im Ministerium unterschiedlichen Referaten vor (Südliches Afrika, Dritte-Welt-Politik, Osteuropa). Von 1995 bis 2004 war er Generalsekretär der Alexander - von - Humboldt-Stiftung. Herr Dr. Osten ist anerkannter Experte von Goethe und hat zahlreiche Bücher über ihn veröffentlicht. Seine Vorträge sind immer kurzweilig und mit viel Esprit versetzt.
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Ein Kaffeehausgespräch in Kooperation mit Sinn Sucher e. V.